Oberschwäbischer Naturschutztag 2018

Kiesgruben im Konflikt zwischen Nutzung und Schutz

Sonntag, 17. Juni

Kiesgruben sind einem ständigen Wandel unterzogen. Bedingt durch den Abbau entstehen hier oft vielfältige, kleinräumige Strukturen, die vielen Arten einen Ersatzlebensraum bieten, den sie in der intensiv genutzten Landschaft so nicht mehr finden. Somit können Kiesgruben einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.

Schneller Abbau und Verkehr erschweren die langsame Ansiedlung von seltenen Arten und gefährden bereits eingewanderte Arten. Durch ein gezieltes Management kann schon während der Abbauphase die Artenvielfalt und die Bedeutung von Kiesgruben für seltene Tier- und Pflanzenarten unterstützt und weiter gefördert werden, so dass eine Nebeneinander von Bagger und Gelbbauchunke möglich ist.

Wird der Abbau eingestellt reicht es nicht aus die Kiesgrube einfach unter Schutz zu stellen. Damit die vielen Arten, die auf den Ersatzlebensraum Kiesgrube mit ihrer Dynamik angewiesen sind, darin dauerhaft überleben können, sind Schutzkonzepte und immer wieder sensible Pflegemaßnahmen nötig. Nur dann, wenn das Mosaik der Lebensräume erhalten bleibt, und nicht mit Gehölzen zuwächst, sind Kiesgruben Ersatzlebensräume für viele seltene und hoch gefährdete Arten.

Veranstaltungsort: Landgasthof Linde, Meßkircher Str. 23, 72505 Göggingen

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen

Die Teilnahme ist kostenfrei!

Der Oberschwäbische Naturschutztag ist eine gemeinsame Veranstaltung von:

  • Bund für Naturschutz in Oberschwaben e.V.,
  • Naturschutzzentrum Wurzacher Ried,

vorläufiges Programm:
7:00 Uhr: Ornithologische Frühwanderung,
ab: 9:30 Uhr: Vorträge
14:00 Uhr: Exkursionen